Das tut der Haut im Winter gut

Bei Kälte braucht unsere Haut viel Zuwendung. Mit diesen Tipps kommt auch die empfindliche Hülle von Diabetikern gut durch die kalte Jahreszeit

von Nadja Katzenberger, aktualisiert am 03.12.2018
Hautpflege im Winter

Fetthaltige Spezial-Cremes schützen die Haut vor Kälte


1. Her mit der Feuchtigkeit!

Im Winter braucht die Haut mehr Feuchtigkeit. "Verwenden Sie nach dem Duschen eine Creme mit Feuchtigkeitsbindern wie Urea (Harnstoff), Glyzerin oder Dexpanthenol", rät Dermatologe Professor Kristian Reich aus Hamburg. Urea-Cremes eignen sich für sehr trockene Partien wie Knie, Unterschenkel, Füße oder Hände. Fürs Gesicht rät Apotheker Dr. Dominic Kram aus Neukirchen beim Heiligen Blut zu Wasser-in-Öl-Emulsionen. "In diesen Cremes schließen Öltröpfchen das Wasser ein, die Feuchtigkeit verdunstet nicht so schnell, und die Pflege hat einen höheren Fettanteil." Auch Mandel- oder Nachtkerzenöl, Dexpanthenol oder Allantoin pflegen perfekt.

2. Sanfter duschen und baden

An einem kalten Wintertag wärmt nichts besser als eine heiße Dusche? Vorsicht: Langes Stehen unter dem Wasser trocknet die Haut aus. "Duschen Sie nicht über 37 Grad, und bleiben Sie nicht länger als 15 Minuten in der Badewanne", sagt Apotheker Kram. Er rät, auf sanfte Produkte zu achten, etwa auf rückfettende Dusch- und Badeöle, die dem pH-Wert der Haut entsprechen und sie schonen.

3. Maske statt Peeling

Reinigende Rubbelkuren sind jetzt tabu! "Während der kalten Jahreszeit sollte man die Haut nicht zusätzlich provozieren", sagt Dominic Kram. Tragen Sie stattdessen lieber eine reichhaltige Maske auf, zum Beispiel mit Arganöl und Vitamin E.

4. Die Luft befeuchten

Drinnen Heizungsluft, draußen klirrend kalt: "Winterluft ist immer trockene Luft, und sie kann die Haut irritieren", sagt Hautarzt Kristian Reich. Zumindest im Haus können Sie etwas für besseres Klima tun: Schaffen Sie sich einen Luftbefeuchter an, oder legen Sie feuchte Tücher auf die Heizung, und lüften Sie regelmäßig. Auch Pflanzen wie Grünlilie oder Zimmerlinde spenden natürliche Luftfeuchtigkeit.

5. Gesundes Essen, gesunde Haut

Flüssigkeit nutzt der Haut auch von innen: Trinken Sie ausreichend, am besten Wasser oder Kräutertee. Immer gut: Vitamine aus Obst oder Gemüse. Sie schützen die Zellen. Außerdem: Omega-3-Fettsäuren, sie stecken zum Beispiel in Hering, Lachs, Makrele oder Leinsamen.

6. Draußen schützen

Winterspaziergang trotz Kälte? Kein Problem, wenn die Haut gewappnet ist. Fetthaltige Kälteschutzcremes legen sich wie ein Schutzfilm auf die Haut. "Man muss sie aber drinnen wieder entfernen, etwa mit milder Reinigungsmilch", sagt Dominic Kram. Wichtig: Manche "Cold Creams" sind keine Kälteschutzcremes, sondern haben einen kühlenden Effekt. Lassen Sie sich dazu in der Apotheke beraten.


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