Insulinwirkung

Das Hormon Insulin dient dazu, Glukose aus der Blutbahn in die Zellen zu schleusen. Verschiedene Faktoren beeinflussen die Insulinwirkung

aktualisiert am 02.06.2016

Bei Stress wirkt Insulin schlechter


Die Hauptaufgabe von Insulin im menschlichen Körper besteht darin, den Transport von Traubenzucker (Glukose) aus den Blutgefäßen in die Zellen zu fördern. Dort wird der Zucker zur Energieversorgung benötigt.

Auf der Oberfläche von Zellen befinden sich Insulinrezeptoren. Dockt ein Insulinmolekül dort an, löst das ein Signal aus. Durch dieses darf Traubenzucker durch die Membran, der Schutzschicht der Zelle, in diese strömen. Je nach Zelltyp laufen dann innerhalb der Zelle unterschiedliche Weiterverarbeitungsprozesse ab.

Als unmittelbare Folge der Insulin-Aufnahme in die Zellen sinkt der Blutzuckerspiegel. Außerdem hemmt Insulin die Abgabe von Zucker ins Blut durch die Leber.

Insulin kann seine Aufgabe nicht zu jeder Zeit gleich gut erfüllen. Bei Sport oder Bewegung, also bei vermehrtem Energiebedarf, ist die Insulinwirkung erhöht, unter dem Einfluss von Stresshormonen sinkt sie dagegen. Auch bei Krankheiten ist die Insulinwirkung verringert.

Bei der Krankheit Typ-2-Diabetes sprechen die Zellen dauerhaft schlechter auf Insulin an. Ärzte bezeichnen das als Insulinresistenz. Vor allem Übergewicht, Bewegungsmangel und genetische Veranlagung tragen dazu bei, dass die Insulinwirkung sich verschlechtert.

Umgekehrt können eine Gewichtsverringerung und mehr Bewegung bei Menschen mit Typ-2-Diabetes dazu beitragen, dass das Hormon zumindest zum Teil wieder besser wirkt.