{{suggest}}


Glück auf Rezept:
Ich bin richtig glücklich, wenn ...

... ich die Welt durch das Makroobjektiv meines Fotoapparates sehe. Man sieht eine Schönheit, an der man sonst achtlos vorbeigeht – und kann die Freude auch mit den Bildern weiterschenken, meint Katharina aus Stuttgart

von Dr. Eckart von Hirschhausen, 08.11.2016
Dr. Eckart von Hirschhausen

Dr. med. Eckart von Hirschhausen


Dr. med. Eckart von Hirschhausen, Arzt und Kabarettist, analysiert für Leser des Diabetes Ratgeber individuelle Glücksmomente und stellt für jeden das passende Glücksrezept aus:

Liebe Katharina,

danke für Ihr wunderbares Foto von einem Schmetterling auf Ihrem Finger! Sie müssen wirklich Profi-Fotografin sein, um in diesem Moment mit einer Hand das Foto zu machen – so regungslos, dass der Schmetterling auf der anderen Hand sitzen blieb. Wobei auch nur Ihr Finger im Makro schön gewesen wäre!

Wie viele Dinge, die wir wieder mit einem Staunen betrachten und nicht mit dem "Ich hab schon alles gesehen"- Blick. Vergrößert man noch weiter mit einem Mikroskop, erschließt sich wieder eine neue Welt: die der Zellen. Ich werde nie vergessen, wie mein Pathologieprofessor mir eine Lektion fürs Leben gab: "Bevor du lange rätselst, aus welchem Gewebe und welcher Krankheit die Probe ist, stell dir einfach die Frage: Ist es schön oder nicht? Alles Gesunde und Lebendige ist schön und geordnet, die Krebszellen sind ungleichmäßig, halten sich nicht an die Begrenzungen, sind hässlich!"

Schmetterling

Und bis heute freue ich mich an besonderen Bildern des menschlichen Körpers, von Makro bis Elektronen-Mikro. Wer einmal gesehen hat, wie die feinen Härchen des Flimmerepithels in der Luftröhre wie ein Weizenfeld hin und her wogen, um unsere Atemwege rein zu halten, der kann aus Ehrfurcht vor der Schönheit der Schöpfung nicht mehr sich und seinen Zellen die Gewalt antun zu rauchen.

Statt Abschreckung lieber Hinwendung zu dem Wunderbaren – das motiviert zu einem gesunden Lebensstil. Sie schreiben: "Wenn man sich begeistert mit etwas Schönem beschäftigt, wird man ausgeglichen, vergisst für einige Zeit alle Sorgen und Nöte, spürt sogar seine Schmerzen kaum (vergisst aber auch leicht, dass der Blutzucker gerade in den Keller geht ...)". Das Hirn ist wie eine Kamera, wir können bestimmen, was wir im "Sucher" haben, ob wir unseren Ärger mit "MAKRO" betrachten oder die kleinen Dinge, an denen wir sonst vorübergegangen wären. Lauter "Augenblicke" im wahrsten Sinne.

PS: Und wenn der Schmetterling weitergeflogen ist, schnell mal in den Finger piksen und den Zucker checken ...


Nachrichten zum Thema Diabetes

Handy

Aktuelle Nachrichten zum Thema Diabetes