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Glück auf Rezept:
Ich war richtig glücklich, als ...

... ich aufgehört habe, Auto zu fahren, meint Konrad M. aus Magdeburg

von Dr. Eckart von Hirschhausen, 08.11.2016
Kabarettist Dr. Med. Eckart von Hirschhausen

Dr. med. Eckart von Hirschhausen


Dr. med. Eckart von Hirschhausen, Arzt und Kabarettist, analysiert für Leser des Diabetes Ratgeber individuelle Glücksmomente und stellt für jeden das passende Glücksrezept aus:

Lieber Konrad,

mit 18 ist es ein Glück, Auto fahren zu dürfen. Und mit 81 Jahren ist es eine sehr erwachsene Entscheidung, auf den Stress zu verzichten. Sie schreiben: "Bei einem durch mich verursachten Unfall würden eventuell auch andere Menschen verletzt oder gar getötet."

Die Statistik zeigt: Senioren am Steuer sind besser als ihr Ruf – was auch nicht schwer ist. Die meisten Unfälle entstehen durch Jugendliche, die sich selbst überschätzen, nicht durch Senioren, die in der Regel vorsichtig fahren.

Senioren sind auf der Straße nicht Täter, sondern Opfer, gerade als Fußgänger. Tipp: Wenn Sie über die Straße gehen, nehmen Sie einfach einen Hund mit! Für Tiere bremsen sie alle! Hinterm Steuer werden viele selbst zum Tier. Autofahren aktiviert die niedersten Instinkte.

Glücklich macht Autofahren am ehesten noch die Autoverkäufer. Im Gesundheitsbereich arbeiten viel mehr Menschen als in der Automobilindustrie, zynisch gesprochen ist die Automobilindustrie eher eine Art Zulieferer für die Krankenhäuser.

Wussten Sie, dass Benzinpreis und Diabetes zusammenhängen? Je billiger das Benzin in einem Land, desto fettleibiger sind die Menschen, weil sie sich weniger bewegen. Und mit dem Gewicht steigt das Risiko für Diabetes und vieles andere. Was für ein Aufschrei ginge durch Deutschland, wenn es zur Ökosteuer noch eine Gesundheitsabgabe auf Benzin gäbe!

Dafür könnte man Taxis subventionieren und die Bahn billiger machen, die Menschen würden sich zu Fuß und mit dem Rad bewegen und wären glücklicher. Ich selbst fahre tatsächlich viel lieber Zug als Auto. Dabei kann ich schreiben, lesen, und ein kleines Nickerchen bei 200 km/h ist im Zugabteil sehr viel gesünder als hinterm Steuer.

Aber das letzte Wort hat Konrad: "Nun bin ich glücklich. Nie wieder Parkplatzsuche, Baustellen und Stau. 80-Jährige, Herzkranke und Diabetiker: Nachmachen ist erlaubt. Ein Versuch lohnt sich!"


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