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Medikamente: Was die Aut-idem-Regelung bedeutet

Man geht mit dem üblichen Rezept in die Apotheke – und plötzlich sehen die Tabletten anders aus als bisher. Apothekerin Susanne Dreher erklärt, was dahinter steckt

von Dr. Sabine Haaß, 12.12.2016
Apothekertipp

Susanne Dreher ist Apothekerin in Gröbenzell


Haben Sie sich auch schon mal darüber gewundert: Sie nehmen seit Jahren die gleichen Medikamente ein, etwa gegen Diabetes oder Blut­hoch­druck. Vor Kurzem waren Sie nun wie­der mit einem Rezept in Ihrer Apotheke. Und plötzlich bekamen Sie Tabletten mit einer anderen Form oder Farbe.

Es sind trotzdem die richtigen Medikamente – nur anders "verpackt". Das liegt an der Aut-idem-Regelung. "Aut idem" heißt auf Lateinisch "oder das Gleiche". Streicht der Arzt auf einem Kassenrezept das Aut-­idem-Kästchen durch oder setzt in ausgedruckten Rezepten ein "x" hinein, erhalten Sie das genannte Medikament.

Streicht er das Kästchen nicht durch, prüft der Apotheker, ob Ihre Kasse mit dem Hersteller des Medikaments einen Rabattvertrag hat und ob es verfügbar ist. Wenn ja, händigt er Ihnen dieses Medikament aus. Wenn nicht, ist der Apotheker verpflichtet, Ihnen ein preisgünstiges Ersatzpräparat mit dem gleichen Wirkstoff zu geben, für das ein Rabattvertrag mit Ihrer Kasse besteht. Weil diese Verträge alle zwei Jahre neu abgeschlossen werden können, sehen Ihre Tabletten auch mal anders aus.

Bringen Sie beim Einlösen des Rezepts Ihre bisherige Tablettenpackung oder Ihre Kundenkarte mit. Dann kann Sie der Apotheker, sofern mit den Rabattverträgen vereinbar, mit Ihrem gewohnten Medikament versorgen.


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