Analogsinsulin

Analoginsulin oder Insulinanaloga ist die Bezeichnung für künstliche Insuline in der Diabetesbehandlung. Je nach Herstellung erzielen sie eine kurze oder langsame Wirkung

aktualisiert am 18.07.2017

Die in der modernen Diabetesbehandlung verwendeten Insuline werden im Labor hergestellt. Zwei grundsätzliche Arten sind dabei im Einsatz: Humaninsulin und in Analoginsuline, oft auch als Insulinanaloga bezeichnet.

Humaninsulin wird so produziert, dass sein Aufbau dem Insulin gleicht, das in  der menschlichen Bauchspeicheldrüse natürlicherweise hergestellt wird. Bei den Analoginsulinen sind jedoch einzelne Bauteile in der Molekülstruktur verändert, sodass die Präparate eine schnellere oder langsamere Wirkung im Vergleich zum Humaninsulin erzielen.

Schnell wirkende Analoginsuline dienen in der Diabetestherapie dazu, Blutzuckerspiegelanstiege infolge von Mahlzeiten abzufangen oder akut erhöhte Werte zu korrigieren. Bei ihnen tritt die Wirkung nach wenigen Minuten ein, das Wirkmaximum ist nach etwa einer Stunde erreicht. Die Wirkung kann sich von Patient zu Patient aber stark unterscheiden.

Langsam wirkende Analoginsuline entfalten ihre Wirkung dagegen erst nach rund einer Stunde, die dafür zum Teil 24 Stunden oder länger anhält. Die Präparate sollen dadurch die natürliche Insulinausschüttung der Bauchspeicheldrüse nachahmen und für ein gleichmäßigeres Blutzuckerprofil im Tagesverlauf sorgen. Patienten spritzen die lang wirkenden Insuline ein- bis zweimal täglich, etwa morgens oder abends.

Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise. Das konkrete Vorgehen bei einer Insulintherapie klären Arzt und Patient immer gemeinsam im Einzelfall.